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| Multikanal

OSPlus mit mehr Verbund und Service

Das OSPlus-Release 19.0 macht für Kunden und ihre Filialberater vieles einfacher, weil im Hintergrund Daten intelligent genutzt werden. Das sind die wichtigsten Neuerungen.

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Im Juni und Juli bringt die Finanz Informatik mit dem OSPlus-Release 19.0 eine Reihe von Neuerungen für das Multikanalangebot der Sparkassen. Privatkunden können sich zukünftig noch komfortabler in der Sparkassenwelt bewegen, Berater in den Filialen bekommen mehr Ansatzpunkte für Service und Vertrieb. Das Kredit- und Firmenkundengeschäft werden in großen Schritten digital. Möglich wird dies an vielen Stellen, weil Daten im Hintergrund intelligent genutzt werden und für alle Zugangswege – mobil, stationär, online – gleichermaßen einsetzbar sind.

Mehr Angebote von Landesbausparkassen und Dekabank

Angebote der Landesbausparkassen und der Deka werden besser in die Beratung integriert und machen diese deutlich flexibler. Aus dem OSPlus-neo-Geschäftsprozess „Bausparvertrag einrichten“ kann zum Beispiel direkt auf Riester-Produkte übergeleitet werden, inklusive Beratung zur individuellen Förderung und zum Fallabschluss. Die dafür relevanten Kundendaten laufen im Hintergrund mit. Für Kunden sind Bausparen und Riestern ohnehin eng verwandt – in beiden Fällen geht es um „Vorsorge oder Bauen“. Nun fallen auch für die Berater die technisch bedingten Produktgrenzen.

Im Wertpapierbereich können Kunde und Berater in Zukunft genauer überblicken, was Sache ist. Depots bei der Deka-Tochter Bevestor sind ab Juni 2019 für Berater in den stationären Vertriebsanwendungen von OSPlus einsehbar. Zusätzlich wird die Benutzeroberfläche des Wertpapiercockpits übersichtlicher gestaltet. So bekommen Kundenberater einen besseren Überblick über das Gesamtportfolio ihrer Kunden. Bevestor-Depots werden auch im Finanzstatus der Internetfiliale angezeigt. Das ist ein weiterer Baustein im finanziellen Zuhause der Sparkassenkunden. Und auch hier sind technische Hürden gefallen: Aus der Internetfiliale klicken sich Kunden einfach weiter zu ihrem Bevestor-Depot; das Login wird im Hintergrund abgewickelt.

Wichtig: Die Wertpapierberatung mit OSPlus-neo ersetzt die bisherigen Portal-Masken. Diese werden mit Release 20.0 nächstes Jahr abgeschaltet, da Wertpapierprozesse umfassend in OSPlus-neo verfügbar sind.

 
Thema Wertpapiervertrieb: In OSPlus sind jetzt auch Depots der Dekabank-Tochter Bevestor integriert und für Berater einsehbar. © dpa

Mehr Service rund um Bargeld und Karten

Bargeld und Karte sind die beiden beliebtesten Bezahlverfahren in Deutschland, und beide gestalten die Sparkassen nun noch kundenfreundlicher und alltagstauglicher. Ab Juli 2019 können Sparkassenkunden Bargeld an SB-Geräten aller teilnehmenden Häuser einzahlen. Dass das bis dahin nur in der Heimatsparkasse funktionierte, war von vielen Kunden mit Unverständnis aufgenommen worden: „Wieso geht das nicht, ich bin doch hier bei der Sparkasse?“ Genau dieses Versprechen kann nun im gesamten Bargeldservice eingelöst werden – von allen teilnehmenden Sparkassen.

Mit fünf neuen Serviceprozessen sind zudem Kreditkarten jetzt noch leichter zu administrieren. Berater können zum Beispiel einen Abrechnungsnachdruck erstellen, ein neues Abrechnungskonto hinterlegen oder eine Karte sperren. Aus Kundensicht macht genau das den Unterschied – guter Service ist, wenn auch kleine Sorgen schnell geheilt werden können. Die Neuerungen werden gleichberechtigt für den medialen und den stationären Service eingerichtet.

 
SB-Filiale: Hier können Kunden Bargeld jetzt auch in anderen teilnehmenden Sparkassen auf ihr Konto einzahlen. © dpa

Mehr mobiles Bezahlen

Mit der Internetfiliale und den S-Apps entwickelt sich das Girokonto schrittweise zum digitalen finanziellen Zuhause – die Sparkasse ist immer und überall dabei. Ein Drittel der Anwender nutzt die Internetfiliale ausschließlich mobil. Deshalb ist die Internetfiliale für Smartphone-Browser optimiert.Übrigens: Während die meisten IF-Nutzer zwischen 26 und 55 Jahre alt sind, finden sich die meisten Sparkasse-App-Nutzer zwischen 18 und 35 Jahren.

Für alle Altersgruppen wird das finanzielle Zuhause jetzt noch besser ausgestattet: Ab Ende Juli stehen die technischen Voraussetzungen dafür, dass Android-Nutzer auch ihre Visa-Card in der App „Mobiles Bezahlen“ hinterlegen und dann mit der digitalisierten Visa-Card am Point of Sale mobil bezahlen können; mit der Mastercard war dies schon länger möglich.

 
Kunden können jetzt auch ihre Visa-Card in der App "Mobiles Bezahlen" hinterlegen und mit der digitalisierten Visa-Card per Smartphone bezahlen. Mit der Mastercard war das schon länger möglich. © dpa

Multikanal stärkt Filialvertrieb

Zum Multikanalbanking gehört, dass die beiden Zugangswege, stationärer Vertrieb und Internetfiliale, immer besser vernetzt sind und deshalb dieselben Möglichkeiten bieten. Mit dem OSPlus-Release 19.0 holt die Filiale gegenüber den medialen Anwendungen auf.

Berater können nun medienbruchfrei mit OSPlus-neo ein Sparkassendepot bei der Deutschen Wertpapier-Service-Bank eröffnen. Und sie können für angemeldete Bestandskunden einen Expressverkauf von Girokonten durchführen – mit OSPlus-Release 19.1 kommt der Expressverkauf dann auch für Neukunden.

Release unterstützt Vorbereitung auf PSD2

Das aktuelle OSPlus-Release bereitet die Sparkassen auf die Anforderungen der PSD2 vor und hilft gleichzeitig, auch die Chancen zu nutzen, die diese Neuregelung des Zahlungsverkehrs bietet. Dazu gibt es mehrere neue Funktionen.

Sparkassenkunden können die Konten, die sie bei anderen Instituten führen, aus der Internetfiliale heraus verwalten, also Kontoinformationen wie Salden und Umsätze einsehen und künftig auch Überweisungen durchführen oder Daueraufträge einrichten. Mit „Multibanking schreibend“ können Sparkassen so die zentrale Anlaufstelle für Kontoinformationen und das Auslösen von Zahlungen der Onlinebanking-Nutzer werden.

Wenn Sparkassenkunden für den Zugang zu ihrem Konto Drittdienste einsetzen, können sie in der Internetfiliale künftig genau sehen, welche Dienste auf ihr Konto zugreifen, und wem sie Zugang gewährt haben. Diese Neuerungen greifen mit Gültigkeit der PSD2-Anforderungen Mitte September 2019. Bei Bedarf können Kunden zuvor erteilte Abrufberechtigungen auch wieder deaktivieren.

Neu mit der PSD2 ist auch, dass die Sparkassen ihren Kunden ermöglichen können, nicht bei jedem Zahlungsauftrag eine TAN eingeben zu müssen. Hierzu stellt die Finanz Informatik die technische Unterstützung für alle rechtlich eingeräumten Ausnahmemöglichkeiten bereit. Dazu zählen zum Beispiel neben Zahlungen zwischen Zahlungskonten einer Person beim selben Institut, auch Empfänger, die der Kunde selbst als vertrauenswürdig einstuft – und Kleinbetragszahlungen bis 30 Euro. Die Ausnahmen werden aber nicht als Voreinstellung geliefert – das muss jede Sparkasse für sich selbst entscheiden und administrieren. Lesen Sie einen Artikel in der SparkassenZeitung über die Ausnahmen.

Firmenkundengeschäft holt digital auf

Mit dem OSPlus-Release 19.0 wird die „Omnikanalberatung“ für gewerbliche Kunden deutlich ausgebaut. Die Berater sehen mehr – und die Kunden können mehr tun. Auf der Beraterseite wird die Firmenkundenübersicht unter OSPlus-neo neu zur Verfügung gestellt. Relevante Informationen wie beispielsweise Umsätze der Kunden, Deckungsbeiträge und Ansprechpartner der Firma werden übersichtlich präsentiert. In einer erweiterten Darstellung kann der Berater auf zusätzliche Informationen wie Darlehensrückstände, Aktivlinie oder Merkzettel zugreifen. Mit OSPlus-Release 19.1 wird die Firmenkundenübersicht-neo dann auch für das Business.Center über die Interaktive Serviceplattform bereitgestellt.

Das Release 19.0 legt außerdem die Basis für das Firmenkundenportal der Sparkassen. Denn auf Kundenseite wird erstmalig ein eigenständiger Internetauftritt für gewerbliche Kunden angeboten. Die Inhalte für gewerbliche Kunden in der Internetfiliale 6 werden dafür speziell auf diese Zielgruppe zugeschnitten und in der Bildsprache angepasst. Zeitgleich wird der OSPlus-neo-Prozess für die Ersteinrichtung des Nutzer-Berechtigungsmanagement (NBM) durch den Berater bereitgestellt. Firmenkunden können darüber die Nutzerverwaltung ihrer Mitarbeiter selbstständig übernehmen. Dies ermöglicht erstmalig auch für juristische Personen eine digitale Interaktion mit der Sparkasse. Damit entscheidet der Kunde, wer online welche Vorgänge auslösen darf – der Steuerberater darf vielleicht nur mitlesen, der Chefbuchhalter darf mehr. Ein Video erklärt die Funktionsweise des Nutzer-Berechtigungsmanagements.

Weiterhin wird das Angebot für die Onlinekreditvergabe ausgebaut. Der Onlineabruf aus der gewerblichen Aktivlinie, der den Sparkassen seit Release 18.1 angeboten wird, wird ebenfalls an das Nutzer-Berechtigungsmanagement angebunden. Zusätzlich können Kunden aus einem extern zugesagten Standard-Rahmenkredit einen Kontokorrentkredit oder einen Investitionskredit fallabschließend ziehen.

Viel Neues fürs Kreditgeschäft bringt das OSPlus-Release 19.0 auch für die Baufinanzierung in OSPlus-neo. Die Finanz Informatik hat hierzu im Januar 2019 bereits eine Vorstandsinformation an die Institute verschickt. Lesen Sie in einem Erfahrungsbericht der SparkassenZeitung, warum OSPlus-neo für die Baufinanzierung lohnt.