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10. September 2018 - 08:30Rechnungslegung

Einstieg in effizienten Informationsaustausch

von Olaf Instinsky

Banken und Sparkassen sind gesetzlich verpflichtet, sich über die wirtschaftlichen Verhältnisse ihrer Kreditnehmer zu informieren. Firmenkunden, die einen Kredit aufnehmen wollen oder aufgenommen haben, müssen deshalb ihren Jahresabschluss bei ihrer Bank oder Sparkasse einreichen. Das geht künftig schneller und kostengünstiger auf elektronischem Weg.

Eine Kurzzusammenfassung finden Sie hier.

Digitale Jahresabschlüsse können von Sparkassen ohne Medienbruch verarbeitet und ausgewertet werden. (mike6050/fotolia)
Die Digitalisierung des Firmenkundengeschäfts ist einer der zen­tralen geschäftspolitischen Herausforderungen für Banken und Spar­kassen. Ein weiterer Baustein ist der Digitale Finanz­bericht (DiFin), mit dem sich jetzt Jahres­abschlussinformatio­nen von Kredit­nehmern bzw. Unternehmen an die Kreditinstitute digital über­tragen lassen. Es handelt sich dabei um ein neues Standard­verfahren in der Kredit­würdig­keitsprüfung, das die in der Deut­schen Kredit­wirtschaft (DK) zusammengeschlossenen Banken­gruppen gemeinsam mit Instituten, IT-Dienstleistern (z. B. Datev), Steuerbe­ratern und Wirt­schaftsprüfern sowie zahlreichen weiteren Teilnehmer (z. B. Schufa) entwickelt haben.
In der Sparkassen-Finanzgruppe bietet der Deutsche Sparkassenverlag das DiFin-Verfahren im Rahmen von EBIL an und digitalisiert damit schrittweise den nach Paragraf 18 KWG erforderlichen Prozess zur Offenlegung der wirtschaftlichen Verhältnisse durch den Kreditnehmer. Der DSGV empfiehlt den Instituten die Nutzung des DiFin-Verfahrens.
Die bisher manuell von den Instituten erfassten Jahresabschlussdaten fließen nun automatisiert in die Bilanzanalyse- sowie Ratinganwen­dungen ein. Der Rollout des DiFin-Verfahrens läuft seit April 2018. An der vorgeschalteten Pilotierung hatten seinerzeit 23 Institute aus der Sparkassen-Finanzgruppe teilgenommen. Insgesamt haben sich 536 Kreditinstitute (Stand: 09/18) in Deutschland seither zur Nutzung des DiFin-Verfahrens registrieren lassen – davon 206 Sparkassen sowie die Deutsche Leasing, die Berliner Hyp, die DKB und die Nord/LB. Hinzukommen 315 Volks- und Raiffeisenbanken (einschließlich der Deutschen Ärzte- und Apothekerbank) sowie elf große Privatbanken (z. B. Deutsche Bank, Commerzbank, UniCredit) und die Deutsche Bundesbank.

Digitaler Finanzbericht mit Vorteilen

Jahresabschlüsse und Einnahmenüberschussrechnungen werden heute in den meisten Unternehmen digital mit Hilfe einer Buchhaltungs-Soft­ware erstellt. Die Finanzämter nehmen zudem steuerliche Jahres­ab­schlüsse schon seit dem Wirtschaftsjahr 2013 ausschließlich als sogenannte E-Bilanz im Format XBRL (EXtensible Business Reporting Language) entgegen. Steuerberater und Wirtschaftsprüfer sowie Unternehmen, die ihre Abschlüsse selbst erstellen, verfügen damit schon heute über die Technologie und das Know-how zur elektronischen Übertragung von Jahresabschlüssen. Der Digitale Finanzbericht kann deshalb auf dieses erprobte wie bewährte Format zurückgreifen. Derzeit hat er fünf Bestandteile:
  1. Technische Kopfdaten zur Übertragung : Die technischen Kopf­daten spielen vor allem für die Sender- und Empfänger­dienstleister zum Transport und Authentifizierung der am Übertragungsprozess Beteiligten eine große Rolle.
  2. Fachliche Begleitinformationen zur Übertragung: Wesentlicher Bestandteil des Digitalen Finanzberichts ist die Identifikation des Absenders und gleichzeitig die Sicherstellung der Integrität der Inhalte. Um das vom Beginn bis zum Ende des Verfahrens sicher­­stellen zu können, werden Verbindlichkeit und Authentizität des Digitalen Finanzberichts über eine kettengesicherte Identifi­ka­tion gewährleistet. Die fachlichen Begleitinformationen enthalten dazu sämtliche Informationen.
  3. XBRL-Daten (Bilanz bzw. EÜR): In den XBRL-Daten werden die maschinell verarbeitbaren Daten des Jahresabschlusses übertra­gen. Neben den maschinell verarbeitbaren XBRL-Positionen können Kontennachweise als Detailinformationen zu den XBRL-Positionen mitgeliefert werden.
  4. Bildliche Kopie des aufgestellten Abschlusses als PDF-Dokument: Zusammen mit dem XBRL-Datensatz ist eine bildliche Kopie des Abschlusses zu übertragen, die dem Status der übermittelten XBRL-Daten entspricht. Das Kennzeichen zur materiellen Iden­tität zwischen XBRL-Datensatz und der bildlichen Kopie ist ebenfalls in den fachlichen Begleitinformationen dargestellt.
  5. Vier weitere PDF-Dokumente optional: Neben der bildlichen Kopie des Abschlusses können zusätzliche Dateien im PDF-Format über­mittelt werden (z. B. Testate und Wirtschaftsprüferberichte). Auf diesem Wege lassen sich Zusatzinformationen über den Ab­schluss hinaus, welche bisher beim Kunden angefordert worden sind, übermitteln.
(BBL)
Der Nutzen für berichtende Unternehmen liegt dabei auf mehreren Gebieten, wie Abbildung 1 zeigt. Der Digitale Finanzbericht ist für sie damit vor allem ein wichtiger Schritt hin zur konsequenten Digitalisierung aller Finanzprozesse innerhalb des Unternehmens und zum effizienten Datenaustausch mit ihren Kreditinstituten. Den Nutzen für Banken und Sparkassen zeigt Abbildung 2.
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  1. Einstieg in effizienten Informationsaustausch
  2. Berichtsumfang für Kreditnehmer nahezu unverändert 
  3. Prüfungsstellen bei DiFin-Verfahren mit im Boot
  4. Fazit
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