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| Wertpapiere / Standpunkt

Das Jahr ist herausfordernd – nutzen wir es!

Das vergangene Börsenjahr ist nicht gut gelaufen – Dennoch sollte den Anlegern klar sein, dass ohne Wertpapiere nur schwer Renditen über der Inflationsrate erzielt werden können.

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Zum Vergessen ist das vergangene Börsenjahr gewesen. Schon Mitte 2018 hatte sich die Talfahrt an den Börsen angekündigt. Doch statt der erhofften Jahresendrallye sind die Kurse sogar noch einmal kräftig eingeknickt, und die Stimmung war bei Anlegern und Beratern auf einem Tiefpunkt. So manches neu eröffnete Depot rutschte ins Minus, und das ausgerechnet kurz vor Versand der Jahresdepotauszüge. Doch auch wenn sich die Märkte seit Jahresbeginn wieder gefangen haben, sind Anleger mehr denn je auf Rat- und Orientierungssuche: Wieder raus aus Aktien? Halten? Aufstocken? Gar nicht erst rein?

Zugegeben, das ist kein einfaches Umfeld für Berater. Doch sie sollten das Jahr 2019 auch als Chance begreifen. Gerade jetzt können sie ihre Kompetenzen gegenüber Onlineangeboten ohne individuelle Beratung ausspielen. Denn die starken Marktschwankungen werden uns wohl noch eine Weile begleiten – und sie werden nicht die letzten sein. Börsenschwankungen hat es immer gegeben und wird es immer geben.

Seit der Dax-Gründung vor über 30 Jahren lag der deutsche Aktienindex am Jahresende neun Mal im Minus – aber 22 Mal im Plus, zum Teil sogar zweistellig. Und was viele vergessen haben: Vor dem unrühmlichen Börsenjahr 2018 hatte der Dax allein sechs Jahre in Folge im Plus abgeschnitten. Und auch wenn die Kurse phasenweise sinken: Langfristig gehen sie hoch. Das zeigt das Rendite-Dreieck des Deutschen Aktieninstituts DAI: Spätestens nach 13 Jahren lagen Anleger mit einem Invest­ment in den Dax immer im Plus. Selbst wer Ende 2007, kurz bevor die Finanzmarktkrise Wirtschaft und Märkte auf Jahre lähmte, eingestiegen war, hatte Ende 2018 immer noch eine Rendite von 2,5 Prozent pro Jahr erwirtschaftet.

Fest steht, den risikolosen Zins gibt es nicht mehr. Wenn die Anleger ihre Renditeerwartung in den kommenden Jahren nicht nach unten anpassen wollen, werden sie mehr wagen müssen. Das heißt nicht, dass sie ausschließlich auf Aktien setzen sollen. Vernünftig ist es, immer auch liquide Mittel in anderen Anlageformen zu halten. Nur dann ist man nicht gezwungen, in schlechten Marktlagen zu verkaufen. Aber ohne Wertpapiere wird es schwierig, Renditen oberhalb der Inflationsrate zu erzielen. Zur Erinnerung: Die Inflationsrate lag 2018 in Deutschland immerhin bei 1,9 Prozent. Nur die Anleger, die eine Rendite oberhalb dieses Wertes erzielten, konnten ihr Geld auch real vermehren.

Berater können dem Anleger dabei helfen, die Chancen und das Risiko einzuschätzen und den individuellen Möglichkeiten und Lebensumständen anzupassen. Mit Fonds kann der Anleger sein Geld breit streuen – das allein steigert die Chancen und senkt die Risiken. Und größere Summen sollten anstelle einer Einmalanlage auf verschiedene Einstiegszeitpunkte verteilt werden. Denn der Königsweg bleibt das regelmäßige Sparen. Anleger haben hier in Deutschland viel Potenzial, ihr Geld renditeorientiert anzulegen. Von dem Gesamt-Geldvermögen deutscher Haushalte in Höhe von über sechs Billionen Euro liegen noch fast 2,5 Billionen bei einem (Fast-) Nullzins auf Girokonten, Sparbüchern oder Tagesgeldkonten.

Redaktionelle Unterstützung bei verschiedenen Themen

Damit das ersparte Geld nicht unverzinst bleibt und der Inflation zum Opfer fällt, unterstützt die Deka Berater dabei, den Kunden Unsicherheiten bei der Anlage in Wertpapieren und Investmentfonds zu nehmen. Dazu zählt die redaktionelle Unterstützung bei aktuellen wirtschaftlichen und Marktthemen, wie aktuell das Infopaket zu Dividenden oder die Serie Finanzwissen, die rund 50 Begriffe aus der Finanzwelt verständlich erläutert, und auch die wöchentliche Einschätzung der Finanzmärkte von Chefvolkswirt Ulrich Kater. Auch wenn der Weg nun nicht bequemer geworden ist, es gibt einen durch die kurvigen Märkte. Anleger wie Berater sollten diese Phase nutzen.

Der Autor ist Leiter Vertriebsmanagement bei der Dekabank.