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Roboadvisor
Die Roboter sind doch nicht klüger
Die automatisierte Kapitalanlage durch einen Roboadvisor bringt keine überdurchschnittlichen Renditen. In einem aktuellen Test haben nur drei von 20 Programmen besser abgeschnitten als ein gemischtes Portfolio aus Aktien und Anleihen.

Im Verlauf eines Jahres, vom 1. Mai 2019 bis zum 30. April 2020, haben Roboadvisor-Programme von plus 2,3 Prozent bis minus 15,1 Prozent eine äußerst unterschiedliche Rendite abgeliefert. Die Ergebnisse waren stark von den Effekten der Coronakrise zum Jahresbeginn 2020 geprägt, zeigen die Zahlen des Fachportals Brokervergleich.

Der Robo-Advisor der Comdirect landete auf Sicht der getesteten zwölf Monat bei einer positiven Rendite von 2,3 Prozent. Direkt dahinter finden sich Kapilendo mit plus 1,9 Prozent und Investify mit plus 1,7 Prozent. Knapp im grünen Bereich landete Solidvest (plus 0,1 Prozent). Der Bevestor zählte mit einer Rendite von minus 1,7 Prozent zur oberen Hälfte der Programme. Schlusslicht war das Münchener Start-up Scalable Capital mit minus 15,1 Prozent.

Der Durchschnitt aller Online-Vermögensverwaltungen mit einer Roboadvisory lag im aktuellen Testjahr bei minus 2,9 Prozent, konstatiert die Studie des Portals. Ein gemischtes Portfolio mit je 50 Prozent globalen Aktien und Anleihen hätte dagegen eine positive Rendite von 1,6 Prozent erzielt. Auf Dreijahressicht gab es kein einziges Programm, das besser als dieses gemischte Marktportfolio abschnitt.

20. Mai 2020