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| Kulturförderung

Spende für Esslinger Synagoge

Die Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen unterstützt die Feierlichkeiten zum 200-jährigen Bestehen der Synagoge in Esslingen.

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„Das Judentum und die Synagoge sind bis heute ein wichtiger und lebendiger Bestandteil der Esslinger Geschichte", sagte Landrat Heinz Eininger, Verwaltungsratschef der Sparkasse, bei der symbolischen Scheckübergabe an Wolfgang Drexler, Sprecher des Unterstützerkreises jüdische Kultur in Esslingen. Die Spende solle ein Zeichen dafür sein, dass "die schrecklichen Ereignisse in der Reichspogromnacht 1938" nicht vergessen werden dürften, sagte Einiger. Gleichzeitig honoriere die Spende das Engagement des Unterstützerkreises jüdischer Kultur. "Gerade in Zeiten wiederaufkommender Ressentiments gegenüber anderen Religionen als dem Christentum, erinnern wir an solche Vorfälle wie die Reichspogromnacht und die Wichtigkeit von Religionsfreiheit und Toleranz.“

 
Altstadt von Esslingen in Baden-Württemberg. Im Jahr 1819 erwarb die jüdische Gemeinde ein Zunftgebäude zur sakralen Nutzung. 2012 wurde der Fachwerkbau als Synagoge wiedereröffnet. © dpa

1819 konnte die jüdische Gemeinde Esslingen das frühere Zunfthaus der Schneider erwerben und zu einer Synagoge umbauen. 1938 wurde die Synagoge nach dem Novemberprogrom sehr stark zerstört. Nach der Schändung im Jahr 1933 und nach diversen Zwischennutzungen, unter anderem als Jugendhaus und Galerie, wurde die Synagoge im März 2012 wiedereröffnet. Damit einher ging die Neugründung der jüdischen Gemeinde in Esslingen als Filialgemeinde der Stuttgarter Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs (IRGW). 250 bis 300 Personen jüdischen Glaubens leben heute in Esslingen.

Die IRGW sei stolz auf die Entwicklung in Esslingen, sagte Professorin Barbara Traub, Vorstandsvorsitzende der IRGW: „In Esslingen erleben wir eine aktive und lebendige jüdische Gemeinschaft. Dies ist der offenen Zusammenarbeit aller Beteiligten zu verdanken und nicht zuletzt der Unterstützung, die wir durch Politik und Wirtschaft erfahren. Dafür sind wir sehr dankbar.“