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| Planspiel Börse

Tesla elektrisiert Depot

Pünktlich zur Spielmitte von Planspiel Börse erzielt der Dax ein 18-Monats-Hoch, auch an anderen Börsen geht es nach oben. Da stehen die Depots der cleversten Junganleger gut im Futter.

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Mehr als 20 Prozent betragen die Renditen bei den Besten – und dies nach gerade einmal sechs Wochen. Die gute Stimmung an den Aktienmärkten sorgt derzeit durch die Bank für Renditen, die deutlich höher liegen als bei der Spielrunde vor einem Jahr. 2018 lag das Börsenparkett unter grauen Nebelschwaden, in diesem Jahr sorgt die Herbstsonne für klare Sicht.

Bad news sind guter Treibstoff

Wieder einmal zeigt sich, dass „bad news“ für eine Börsenrally den besseren Treibstoff abgeben als „good news“. Fast überall in Europa ist die Konjunktur im Abwind, China kämpft mit Konjunkturspritzen gegen die US-Sanktionen – trotzdem knallen an den Börsen die Sektkorken. Augenscheinlich ist es die Hoffnung auf ein Handelsabkommen zwischen den USA und China, das die Kursphantasien derzeit weit stärker bestimmt als die muffigen Zahlen der Konjunkturexperten.

Tesla elektrisiert Depot

Im Schülerwettbewerb mit herkömmlichen Aktien – die also nicht in einem Nachhaltigkeitsindex gelistet sind – hat nach sechs Wochen die Spielgruppe „Nofront“ aus Erding die Nase vorne. Plus 19,5 Prozent bedeuten einen vorläufigen Depotgesamtwert von stattlichen 59.762 Euro. Befeuert wurde das Depot einmal nicht durch Chemieschlote und Benzinmotoren, sondern – durchaus passend zur Klimadebatte – durch das Elektroauto Tesla.

Der US-Hersteller hat im dritten Quartal dieses Jahres erstmals schwarze Zahlen gemeldet und bei den Börsianern für Kaufräusche gesorgt. Um satte 40,9 Prozent legte das Tesla-Papier seit dem Beginn des Börsenspiels am 25. September zu. Wer die Aktie früh genug ins Depot genommen hat, gehört darum aktuell fast automatisch zu den Top-Spielgruppen.

 
Tesla im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit - bei Börsianern und auf einer Automesse in Shanghai. © dpa

Bei „Nofront“ hat die Tesla-Aktie alleine 7350 Euro zum Depotgewinn beigesteuert, die sich die Jungbörsianer per Gewinnmitnahme denn auch sofort gesichert haben. Bei den zweitplatzierten „LS Capital“ vom Aventinus-Gymnasium Burghausen spülte der lautlose Sportwagen bisher 6500 Euro ins Portmonee, allerdings ist die Aktie noch nicht verkauft.

Ein Novum stellt der Zwischenstand des Sparkassen-Wirtschaftslernspiels dar, schaut man sich die Depots der studentischen Mitspieler an. Traditionell liegen die ertragreichsten Schülerdepots besser im Rennen als die der Jungakademiker – was vermutlich daran liegt, dass die Zahl der Schüler-Spielgruppen deutlich höher ist und so schon stochastisch eine größere Anzahl von Winner-Depots zustande kommt. In diesem Jahr haben die Studis zumindest zur Spielmitte den Spieß umgedreht. 120.647 Euro bedeuten bei einem fiktiven Startkapital von 100.000 Euro eine Depotrendite von 20,647 Prozent. Gelungen ist der Coup einem Jungakademiker von der Universität Gießen.

Im Wettbewerb mit grünen Aktien gibt es derzeit noch kein Novum zu vermelden. Wie fast immer seit der Erstauflage des Nachhaltigkeitswettbewerbs fallen die Renditen hier etwas niedriger aus. Bei den Schülern sind es „Die strammen Recken“ vom Berufskolleg Uerdingen, die mit 5414,46 Euro (10,8 Prozent) am eifrigsten grünen Renditen nachspüren.

Als Volltreffer erwies sich das Investment in Aktien des französischen Luxusgüterunternehmens Kering, die innerhalb nur einer Woche von 440 Euro auf 525 Euro abhoben. Noch besser stehen auch hier die besten studentischen Börsenspieler da: „Peterchen“ von der Universität Siegen hat ein fein austariertes Depot mit gleich acht Aktien zusammengestellt und kommt zur Spielmitte sogar auf 11,8 Prozent Zugewinne. Als Cash Cow erwies sich hier bisher das Papier des (als nachhaltig eingestuften) US-Computerchipherstellers Intel.

Zielstrebige Ludwigsburger Azubis

Im Wettbewerb der Sparkassen-Azubis scheinen sich die Nachwuchsjahrgänge der Kreissparkasse Ludwigsburg besonders viel vorgenommen zu haben: Sowohl im Normalwettbewerb als auch im Handel mit grünen Werten haben die Jungbroker vom Neckar nach sechs Wochen jeweils den ersten Tabellenplatz gekapert. 56.925 Euro hat die „Gruppe ohne Namen“ mit herkömmlichen Aktien angehäuft; 4489 Euro konnten die auf Nachhaltigkeitswerte fokussierten „LudwigsBulls“ erspielen. Von den besten Schülerteams sind sie damit zwar noch ein gutes Stück entfernt, jedoch ist die Herbst-Rally noch nicht vorbei. Schon eine einzige gut durchdachte Kaufentscheidung kann ausreichen, um den Vorsprung der anderen innerhalb weniger Handelsstunden zu pulverisieren.