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| Handelsstreit

Anzeichen einer Entspannung

Die Chefvolkswirte der Sparkassen-Finanzgruppe geben eine vorsichtige Entwarnung.

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Die Signale, dass die USA und China in ihrem Handelsstreit auf eine Einigung oder zumindest einen Waffenstillstand zusteuern, hätten für große Erleichterung gesorgt. Zwar liege bisher kein handfestes Abkommen vor, doch die Aktienmärkte und auch die Stimmungsindikatoren aus der Realwirtschaft hätten positiv reagiert.

Das berichten die Chefvolkswirte der Sparkassen-Finanzgruppe in ihrer aktuellen Einschätzung der Wirtschaftslage.

Keine „technische Rezession“

Nach Meinung der Volkswirte zeigen sich in der Stagnation des Welthandels und der rückläufigen Industrieproduktion die bereits angerichteten Schäden des Konflikts. Deutschland sei vorwiegend nur indirekt und dennoch stark betroffen.

Die Ausrufung einer „technischen Rezession“ konnte im dritten Quartal 2019 vermieden werden. Doch die Gesamtwirtschaft hielt sich nur knapp über der Nulllinie mit weiter anhaltender Zweispaltung zwischen angeschlagener Industrie und noch robustem Dienstleistungssektor.

Brexit wirft seine Schatten voraus

Auffällig war im dritten Quartal ein stark wachstumsbremsender Lagersaldo, so die Experten. Er könne als Gegenposten zur zeitweise relativ gut gelaufenen Exporttätigkeit interpretiert werden, die wiederum mit Vorzieheffekten aus dem Brexit begründet werden kann.

Die Anleihemärkte im Euro schwankten in den letzten Monaten sehr stark. Die Übertreibungen vom Spätsommer mit Rekord-Niedrigständen beim Zins und Bundesanleihen bis hinaus zu 30 Jahren negativ verzinslich haben sich seither ein Stück korrigiert.

Lesen Sie die aktuelle Einschätzung im anhängenden PDF-Dokument.

Die bisher erschienenen Beiträge finden Sie hier.