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| Deutsch-britische Kooperation

Aufseher blicken über den Brexit hinaus

Die Finanzaufseher in Deutschland und Großbritannien haben ihre Kooperation nach dem Brexit geregelt.

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Die deutsche Bafin und die britischen Aufseher der Prudential Regulatory Authority (PRA) sowie der Financial Conduct Authority (FCA) unterzeichneten eine entsprechende Absichtserklärung, ein sogenanntes "Memorandum of Understanding" (MoU). Mit ihr werde die Zusammenarbeit der Behörden nach dem EU-Austritt Großbritanniens auf ein rechtlich belastbares Fundament gestellt, teilte die Finanzaufsicht Bafin am Mittwoch mit.

Damit soll erreicht werden, dass die Aufsicht ohne Störungen ihrer Arbeit weiter nachgehen kann. "Mit dieser Vereinbarung wird die Zusammenarbeit der deutschen und britischen Behörden auch nach Vollzug des Brexits auf ein rechtlich belastbares Fundament gestellt", schreibt die Bafin. Gleichzeitig werde das MoU dazu beitragen, "Klippeneffekte beim aufsichtlichen Handeln nach einem Austritt des Vereinigten Königreiches aus der Europäischen Union zu vermeiden."

 
Einigung zwischen den deutschen und britischen Finanzaufsehern über die Zusammenarbeit nach dem Brexit. © dpa

Konkret regele die neue Vereinbarung die Zusammenarbeit auf verschiedenen aufsichtlichen Feldern. Dazu gehören die Kooperation bei der Zulassung von Unternehmen, der Geldwäschebekämpfung sowie dem allgemeinen Informationsaustausch, so die Bafin.

Die EU und Großbritannien hatten sich unlängst auf eine Verschiebung des Brexit-Termins bis zum 31. Oktober geeinigt. Es kann aber auch früher zu einem EU-Austritt kommen, sollte der umstrittene Brexit-Vertrag von Regierungschefin Theresa May doch noch vom britische Parlament akzeptiert werden. (rtr, rsh)