Zurück
Coronakrise
An einem Strang ziehen
Die staatliche Förderbank KfW und Sparkassen sowie Banken wollen den deutschen Unternehmen so schnell wie möglich notwendige Kredite zur Verfügung stellen.

Ab Montag könnten Firmen, die durch die Coronakrise in finanzielle Schwierigkeiten geraten seien, die neuen Sonderkredite der KfW in Anspruch nehmen, teilte die KfW am Mittwoch (18. März) mit. Interessenten können dazu mit ihrer Hausbank in Verbindung treten. 

„Wir übernehmen Verantwortung und tun alles, um Unternehmen in Deutschland zu helfen und sie schnell mit Liquidität zu versorgen“, sagte KfW-Chef Günther Bräunig. „In Zeiten wie diesen ist es besonders wichtig, zusammenzuhalten.“

Ziel ist die sofortige Unterstützung der betroffenen Unternehmen und Personen. Dabei soll auch mit Tilgungsaussetzungen gearbeitet werden. Damit die Firmen schnell an neue Darlehen kommen, sollen die Kreditgenehmigungsprozesse vereinfacht werden. 

Risikoprüfung durch die jeweilige Hausbank

Um den Prozess gegenüber sonst üblichen Programmen deutlich zu beschleunigen, wird die Risikoprüfung durch die jeweilige Hausbank vorgenommen. Dies wird von der KfW übernommen, die keine eigene Prüfung mehr vornehmen wird.

Ziel ist es, auch und gerade solchen Kreditnehmern Hilfen zu gewähren, die im normalen Kreditvergabeprozess keine Aussichten auf schnelle Unterstützung hätten.

Die erste Phase des Hilfspakets läuft

Die erste Phase des Hilfspakets steht ab sofort zur Verfügung: Dafür hat die KfW ihre bestehenden Programme für Liquiditätshilfen ausgeweitet, um den Zugang der Unternehmen zu günstigen Krediten zu erleichtern. Dazu gehören der KfW-Unternehmerkredit für Bestandsunternehmen, der ERP-Gründerkredit-Universell für junge Unternehmen sowie der KfW-Kredit für Wachstum für größere Unternehmen.

Die Kredite aus der Phase 1 können die Unternehmen über ihre Hausbanken beantragen. Für Freiberufler und Selbstständige gelten dabei die gleichen Regeln wie für Unternehmen. Hier finden Sie ausführliche Informationen zur Phase 1.

„Finanzwirtschaft zieht an einem Strang“

„Die Vorschläge der Deutschen Kreditwirtschaft zur Vereinfachung von Prozessen haben wir weitgehend aufgenommen und die Kreditgenehmigungsprozesse vereinfacht“, so Bräuning. 

Schnelle und zielgerichtete Maßnahmen zur Stabilisierung der Wirtschaft, wie sie die Bundesregierung auf den Weg bringt, seien  notwendig, berichten die Deutsche Kreditwirtschaft DK und die KfW in einer gemeinsamen Mitteilung. Dies sei eine gemeinschaftliche Aufgabe: „Sie ist nur zu lösen, wenn die deutsche Kreditwirtschaft und die KfW an einem Strang ziehen.“

(rtr, DSZ)

Hier finden Sie weitere Artikel zum Umgang der Sparkassen mit der Coronakrise 

18. März 2020