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| DIW-Studie

Schlechte Nachrichten für den Osten

Die neuen Bundesländer werden laut DIW-Studie in den nächsten drei Jahrzehnten einen Bevölkerungsrückgang von bis zu 20 Prozent verzeichnen.

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Laut DIW-Studie sei die Wirtschaftskraft 30 Jahre nach dem Mauerfall in den ostdeutschen Bundesländern auf einem Niveau von 70 Prozent im Vergleich zu den alten Bundesländern. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern werden sich in den nächsten Jahrzehnten zudem noch vergrößern, schreiben die Wirtschaftsforscher. Das Ziel gleichwertiger Lebensverhältnisse erfordere damit im bestehenden System einen immer höheren Mitteleinsatz.

 
Die Jubelstimmung der Einheit weicht einer gewissen Ernüchterung. Die ostdeutschen Bundesländer hinken im Vergleich zum Westen bei der Wirtschaftskraft hinterher, und das wird laut DIW wohl auch noch lange Zeit so bleiben. © dpa

Deutliche Divergenzen gibt es zudem bei der demografischen Prognose. Während die finanzstarken Flächenländer Bayern und Baden-Württemberg bis zum Jahr 2050, Hessen immerhin bis Mitte der 2040er Jahre, Bevölkerung hinzugewinnen, gebe es in Flächenländer wie Thüringen oder Sachsen-Anhalt drastische Bevölkerungseinbußen, die bei bis zu 20 Prozent liegen werden. Die Bevölkerungsverluste der Nachwendejahre haben zu einer ungünstigen Altersstruktur geführt, so dass sowohl Geburten als auch der erwerbsfähige Teil der Bevölkerung in diesen Ländern stärker sinke.