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24. November 2017 - 10:49Ifo-Institut

Rekordstimmung in der Wirtschaft

Die Stimmung in den Chefetagen deutscher Firmen ist trotz der schwierigen Regierungsbildung so gut wie nie zuvor. Der Geschäftsklimaindex stieg im November überraschend um 0,7 auf den Rekordwert von 117,5 Punkten, wie das Münchner Ifo-Institut am Freitag zu seiner monatlichen Umfrage unter 7000 Managern mitteilte.

Die deutsche Wirtschaft legt an Fahrt zu. (dpa)
Ökonomen hatten einen leichten Rückgang auf 116,6 Punkte erwartet. "Die deutsche Wirtschaft steuert auf eine Hochkonjunktur zu", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die Manager beurteilten ihre Geschäftslage zwar etwas schlechter, die Aussichten für die kommenden sechs Monate dagegen besser als zuletzt.

Besonders in der Industrie hellte sich die Stimmung auf: Hier sind die Firmenchefs so guter Dinge wie nie zuvor. "Treiber dieser Entwicklung waren die deutlich optimistischeren Erwartungen", sagte Fuest. Die exportabhängige Industrie profitiert vom anziehenden Welthandel und dem Aufschwung in der Eurozone. Auch im Großhandel verbesserte sich das Klima, während es sich im Einzelhandel und in der Baubranche eintrübte. Die positive Stimmung ermunterte Anleger zum Einstieg in den Aktienmarkt. Der Dax stieg nach einem verhaltenen Handelsstart um etwa 0,2 Prozent.
"Der deutsche Konjunkturdampfer läuft mit voller Fahrt voraus", sagte Dekabank-Ökonom Andreas Scheuerle. "Außer einer Kollision, die nicht in Sicht ist, bringt ihn nichts so schnell zum Stehen: die Wirren um die Regierungsbildung jedenfalls nicht." Die Sondierungsgespräche zwischen Union, FDP und Grüne endeten am Sonntag ergebnislos. Derzeit ist offen, wie die neue Regierung aussehen wird oder ob es zu einer Neuwahl kommt. 90 Prozent der vom Ifo-Institut eingesammelten Manager-Antworten gingen vorher ein. Die Wirtschaft zeige sich sehr robust und unbeeindruckt von den meisten politischen Entwicklungen, betonte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe.
Das sehen auch andere Ökonomen so. "Der Ifo-Index trotzt dem politischen Wirrwarr", sagte der Europa-Chefvolkswirt von Nordea, Holger Sandte. Das zeige, wie robust die Stimmung in der Wirtschaft derzeit sei. "Die Unternehmen und die Finanzmärkte wissen, dass die nächste Regierung nicht links- oder rechtsextrem sein wird, sondern nahe am Mainstream", sagte Sandte. "Keine Grund also, sich verrückt machen zu lassen."
Das Ifo-Institut hat gerade erst seine Prognose für das Wirtschaftswachstum in Deutschland 2017 von 1,9 auf 2,3 Prozent erhöht. Auch im kommenden Jahr soll eine Zwei vor dem Komma stehen. Die Exporte laufen rund, während die Unternehmen zuletzt deutlich mehr investierten. Auch der private Konsum dürfte angesichts von Rekordbeschäftigung, steigenden Löhnen und vergleichsweise geringer Inflation eine Konjunkturstütze bleiben. (rtr)
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