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| Strategie

„Wir wollen eine smarte Sparkasse werden“

Zwei neue Sparkassenbusse, Ausbau der Direktfiliale, Besprechungszimmer mit Video-Chat: Die Sparkasse KölnBonn kündigt eine Modernisierungsoffensive an.

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„Wir wollen ein modernes Filialnetz mit innovativen Formaten entwickeln und die Präsenz vor Ort noch weiter verbessern“, sagte Ulrich Voigt, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse KölnBonn. „Digitale Angebote sollen künftig stärker mit den Beratungen vor Ort verbunden und die stationäre Präsenz dem veränderten Nutzungsverhalten angepasst werden.“

Der Verwaltungsrat habe dem Mondernisierungsprogramm zugestimmt. „Unser Ziel ist ein modernes und innovatives Filialnetz für unsere Kundinnen und Kunden. Wir wollen eine smarte Sparkasse werden“, erklärte Voigt.

Ab Frühjahr 2020 soll ein neuer Sparkassenbus die lokale Präsenz in einzelnen Stadtteilen Kölns und Bonns verstärken, im Herbst 2020 soll eine weitere mobile Filiale hinzukommen. Die barrierefreien Busse sollen zusätzlich auch neue Standorte anfahren. Die Fahrpläne richteten sich nach Bedarf, Stadtteilstruktur und geeigneten Haltepunkten, erläuterte Voigt. Die Sparkasse kläre derzeit mit den Stadtverwaltungen Streckenverläufe und Haltestellen.

 
Ulrich Voigt, Vorstandschef Sparkasse KölnBonn: „Unser Ziel ist ein modernes und innovatives Filialnetz.“ © Sparkasse

Innovative Filialtypen mit Video-Chat vor Ort

In den Bussen seien nahezu die gleichen Bankgeschäfte möglich wie in den stationären Filialen – vom Geldabheben bis zur Beratung. „Unsere Sparkasse wird mobil, weil manche Menschen, gerade Ältere, teilweise nicht mehr so mobil sind und persönliche Unterstützung bei ihren Bankgeschäften benötigen“, sagt Voigt.

Kürzlich hatte die Sparkasse einen Crowdworking-Wettbewerb mit 10.000 Euro Preisgeld auf www.ekipa.de initiiert. Im Mittelpunkt stehen innovatives Banking und die Filiale der Zukunft. Unabhängig von den Ergebnissen des Wettbewerbs hat für Maßnahmen bereits die Umsetzungsphase begonnen. In einigen Filialen wird ein Besprechungszimmer eingerichtet, in dem Kunden per Video-Chat Kontakt zu den Beraterinnen und Beratern der Direktfiliale aufnehmen können, um beispielsweise ein Konto zu eröffnen, einen Kredit aufzunehmen oder eine Baufinanzierung abzuschließen. Mitarbeiter leisteten technische Unterstützung, sagte Voigt.

Ausbau der Direktfiliale und digitales Fitnessprogramm

Parallel wird das Institut seine Direktfiliale an den Standorten in Köln und Bonn weiter ausbauen, so dass dort noch mehr Beschäftigte als bisher für Beratungen per Telefon oder Video zur Verfügung stehen – nach Vereinbarung auch außerhalb der Filialgeschäftszeiten und bei Bedarf auch in anderen Sprachen wie beispielsweise Englisch oder Türkisch.

 
Mit dieser Übersicht informiert die Sparkasse KölnBonn Kunden über die Modernisierungsschritte. © Sparkasse

Die Direktfiliale sei mit eigenen Beratern der Sparkasse KölnBonn besetzt. Es handele sich also um eine eigene Betriebseinheit mit Standorten in Köln und Bonn, nicht um ein externes Callcenter, teilt das Institut mit.

Das Modernisierungsprogramm schließt zudem kostenlose sogenannte Fitnetz-Tage ein. Interessierte Kunden können sich an diesen Tagen in einzelnen Filialen digital weiterbilden. Vorgesehen sind Seminare an drei Nachmittagen mit Einführungen zum Internet und zur Nutzung von Tablet, Telefon- und Onlinebanking.

Weniger Filialen, mehr Geldautomaten

Gerade älteren Menschen komme die Sparkasse mit den Fitnetz-Tagen und den Sparkassenbussen weiterhin entgegen. Es werde geprüft, den beliebten Bargeld-Bringeservice um einen Ausfüll- und Abholservice und vereinfachte Telefonüberweisungen zu ergänzen, sagte Privatkundenvorstand Volker Schramm.

 
„Kein Leerlauf bei der Beratung“: Volker Schramm, Privatkundenvorstand Sparkasse KölnBonn. © Sparkasse

Es habe keinen Sinn für ein Kreditinstitut, Leerlauf für Kunden und Mitarbeiter bei der Beratung entstehen zu lassen. Daher sollen 17 Filialen mit benachbarten Stellen zusammengelegt werden. Am alten Standort verbleibe ein Geldautomat.

„An den zusammengeführten Standorten werden wir mit kundenfreundlichen Öffnungszeiten, Beratungen und Serviceleistungen für unsere Kundinnen und Kunden da sein und diese Angebote noch besser verfügbar machen“, sagte Schramm. Das Personal ziehe mit um. Im laufenden Jahr starteten die ersten Maßnahmen, der Schwerpunkt der Investitionen liege im Jahr 2021.

Filialfonds koordinieren Fördermaßnahmen im Stadtviertel

Die Sparkasse halte weiterhin das bei Weitem dichteste Filialnetz in der Region bereit. Die Zahl der Geldautomaten werde auf 390 aufgestockt. Zudem solle ein sogenannter Filialfonds für Fördermaßnahmen der Sparkasse in der Nachbarschaft von Filialen eingerichtet weren. Vor Ort werde entschieden, welche Projekte und Einrichtungen im Stadtviertel unterstützt werden.

Laut einer Analyse der Sparkasse KölnBonn nutzen mittlerweile 439.500 Kunden des Instituts Onlinebanking, ein Zuwachs von 83.700 Nutzern gegenüber dem Jahr 2015. Rund ein Drittel (153.000) davon verwende zusätzlich die Sparkassen-App.

Insgesamt verzeichnete die Internet-Filiale der Sparkasse im laufenden Jahr 46 Millionen Besuche. Zusätzlich sei in den vergangenen zehn Jahren die Nutzungsrate der SB-Geräte in den Filialen um 50 Prozent gestiegen. Gegenläufig dazu sanken die Kontakte zu Servicekräften um 40 Prozent. bec