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Helaba
Deutlich mehr Gewinn
Herbert Hans Grüntker zeigt sich bei der Bilanz-Pressekonferenz seines Hauses zufrieden – auf eine Prognose für 2020 verzichtet der scheidende Vorstandschef der Helaba jedoch.

Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) hat dank des Rückenwinds durch Übernahmen ihren Gewinn 2019 kräftig gesteigert. Das Ergebnis vor Steuern legte um 20 Prozent auf 533 Millionen Euro zu, wie die Helaba am Mittwoch mitteilte. Unter dem Strich blieben 480 (Vorjahr: 278) Millionen Euro übrig.

„Die wirtschaftlichen Folgen der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus lassen zum jetzigen Zeitpunkt noch keine seriöse Ergebnisprognose zu“, sagte der scheidende Vorstandschef Herbert Hans Grüntker und verzichtete auf einen Ausblick für 2020.

Deutlich positiv wirkte sich im vergangenen Jahr die Übernahme der Dexia Kommunalbank Deutschland (DKD) aus. Der Zinsüberschuss der Helaba legte wegen des höheren Kreditvolumens um elf Prozent auf 1,2 Milliarden Euro zu, der Provisionsüberschuss wuchs um 13 Prozent auf 395 Millionen Euro.

Konzernumbau belastet Ergebnis

Belastet wurde das Ergebnis dagegen von den Kosten für den Konzernumbau. Angesichts der niedrigen Zinsen, der steigenden Kosten und des starken Wettbewerbs will der Konzern nach früheren Angaben bis 2023 rund 400 der 2700 derzeit besetzten Stellen in der Helaba-Kernbank abbauen.

Insgesamt arbeiten bei der Landesbank, zu der auch die Frankfurter Sparkasse und die Landesbausparkasse gehören, rund 6100 Mitarbeiter.

Die Gespräche über eine Fusion haben Deka und Helaba vor Kurzem wegen der Coronakrise auf Eis gelegt. Grüntker, der Ende Mai aus dem Amt scheidet und an seinen Stellvertreter Thomas Groß übergibt, wies aber auf Hindernisse hin. Er sei überzeugt, dass die gesamte Sparkassen-Finanzgruppe von dem durch einen Zusammenschluss entstehenden Zentralinstitut profitieren könne.

Gewisse Mindestgröße notwendig

Dieses müsse aber eine gewisse Mindestgröße haben. „Eine Verzwergung unserer Organisation ist dabei nicht hilfreich“, sagte Grüntker. Andere Stimmen drängen dagegen auf eine möglichst starke Verringerung der Risiken.

 

25. März 2020