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05. Dezember 2018 - 05:00G20-Gipfel

Waffenstillstand statt Showdown

von Thomas Trares

Beim Treffen der G20-Staaten in Buenos Aires haben US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping vereinbart, die gegenseitigen Strafzölle vorerst nicht auszuweiten. Doch die Euphorie an den Finanzmärkten könnte verfrüht sein.

US-Präsident Donald Trump (rechts) und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping bei einem bilateralen Treffen in Buenos Aires. Der Handelsstreit wurde hier entschärft, zumindest für die nächsten 90 Tage. (dpa)
Treffen der G20-Staaten, wie jetzt in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires sind für die Finanzmärkte von großer Bedeutung. Ziel des 1999 ins Leben gerufenen Treffens war es ursprünglich, "einer neuen, sich globalisierenden Finanzwelt Stabilität zu geben". Auch etwa zehn Jahre später während der Finanzkrise, waren es der Klub der 20 führenden Wirtschaftsnationen, der erstmals den Grundsatz formulierte, dass „kein Markt, kein Produkt, kein Akteur“ unreguliert bleiben solle.

Gemessen an diesen hehren Ansprüchen sind die Ergebnisse in Buenos Aires allerdings dürftig ausgefallen. Kein Problem wurde wirklich gelöst, weder beim Klimaschutz noch bei der Migration noch bei den geopolitischen Konflikten, so lautete der Tenor in den Medien. In Zeiten, in denen sich immer mehr Regierungen vom Multilateralismus abwenden, war dies oft auch so erwartet worden.

Nach 90 Tagen reden Trump und Xi erneut

Die Finanzanalysten hatten sich im Vorfeld des Gipfels fast nur auf das Aufeinandertreffen von US-Präsident Donald Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping konzentriert. Grund war der Handelskonflikt zwischen den beiden Ländern. "Ist es nur ein G2-Treffen?", fragte deshalb Frank Klumpp, Investmentanalyst bei der Landesbank Baden-Württemberg. Helaba-Volkswirt Patrick Franke erörterte bereits einen "Handels-Showdown" in Buenos Aires und weitere Eskalationsstufen in Washington, falls Fortschritte ausbleiben sollten.
Zu einem "Showdown" kam es aber nicht. Trump und Xi vereinbarten nach dem Gipfel einen 90-tägigen "Waffenstillstand". Demnach werden die gegenseitigen Strafzölle vorerst nicht ausgeweitet, stattdessen wird neu verhandelt. Nach 90 Tagen wird Bilanz gezogen. Gibt es kein Entgegenkommen Chinas, kommt es doch noch zu Zollerhöhungen. An den Finanzmärkten wurde die Nachricht euphorisch aufgenommen. Am Montag legte der Dax mehr als 200 Punkte beziehungsweise 1,8 Prozent zu. Ähnlich sah es auch an den internationalen Börsen aus.

Der Handelsstreit könnte eskalieren

Doch möglicherweise kommt die Euphorie zu früh. Die Eskalation sei noch nicht vom Tisch, sagt Helaba-Analyst Franke der SparkassenZeitung. Die beiden Seiten seien in zentralen Fragen sehr weit auseinander: "Allerdings ist es schon ein Fortschritt, dass verhandelt wird und zusätzliche Maßnahmen erst mal verschoben sind", so der Analyst.

Inwieweit der deutsche Handel von der Vereinbarung betroffen ist, lässt sich laut Franke ebenfalls noch nicht abschätzen. Insbesondere die hiesigen Autobauer fürchteten, dass die USA Autozölle von zehn auf 25 Prozent erheben könnten. Das sei zwar vorerst ebenso vom Tisch wie die mehrfach angedrohte Verhängung zusätzlicher Zölle auf chinesische Waren im Volumen von weiteren 250 Milliarden Dollar.

"Inwieweit dies auch ein positives Signal für die deutschen Autobauer ist, muss offen bleiben", sagt Franke. Der vom US-Autokonzern General Motors angekündigte Stellenabbau habe Trumps Bereitschaft zu einem Entgegenkommen hier sicher weiter eingeschränkt.
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