Anzeige
Anzeige

Exklusiv für Abonnenten

Dieser Beitrag steht exklusiv Abonnenten des SparkassenZeitung Portals zur Verfügung.
Bitte loggen Sie sich hier ein:

Haben Sie Ihr Passwort vergessen oder benötigen Sie ein neues?
Hier anfordern

Weitere Informationen zu Produkten, Bestellmöglichkeiten mit Testzugang, Lizenzprüfung oder FAQs finden Sie im Bereich Abo-Service.
Bei Fragen nehmen Sie gern Kontakt online mit uns auf oder rufen Sie uns an:
Tel.: +49 711 782-1173.

Passwort vergessen

Geben Sie Ihre E-Mail Adresse an und erhalten Sie einen Link um Ihr Passwort zurückzusetzen.

Bitte geben Sie hier Ihre E-Mail-Adresse an, mit der Sie bei uns registriert sind. Nach dem Klicken auf "Absenden" bekommen Sie eine Mail mit dem Link. Klicken Sie den Link an oder kopieren Sie diesen in die Adressleiste Ihres Internetbrowsers. So werden Sie automatisch angemeldet und können Ihr Passwort ändern.

Anzeige
02. Februar 2017 - 17:00Arbeitskreis 1

Wechselwirkungen zwischen SREP und Risikotragfähigkeit

von Jörg Friedberg, DSGV

Die Methodik bei der Bemessung der Kapitalzuschläge ist nicht konsistent, künftige Bescheide sollten daher geprüft werden.

DSGV-Abteilungsdirektor Jörg Friedberg machte auf methodische Schwächen bei der Berechnung des SREP-Kapitalzuschlags aufmerksam. (Himsel)
Die Aufsicht hat 2016 erstmals bundesweit für rund 330 Institute individuelle Kapitalzuschläge auf der Grundlage der SREP-Leitlinien festgelegt. Über die Erfahrungen zur Methodik und zu den konkreten Zuschlagssätzen bei Sparkassen wurde im Arbeitskreis berichtet und diskutiert. Insbesondere die Fragen, ob die Kapitalfestsetzungen risikogerecht sind und wie die neuen Kapitalsollquoten wirken, wurden dabei aufgegriffen.
Bei der Ermittlung des harten SREP-Zuschlags für Zinsänderungsrisiken werden die negativen Wirkungen des aufsichtlichen Zinsschocks ins Verhältnis zur Gesamtrisikoposition gesetzt. Der resultierende Quotient führt unter Berücksichtigung der Risikoprofilnote zu einem standardisierten Zuschlagssatz. Die Aufsicht hat diese sogenannten Buckets kalibriert, um die Auswirkungen abzudämpfen. Hier hatte der DSGV die Aufsicht frühzeitig vor einer Überzeichnung gewarnt und interveniert.

Unterschiede in der Risikomessung

Die in der Risikotragfähigkeit angewandte Methodenvielfalt hat dazu geführt, dass die Aufsicht bei der Ermittlung eines zweiten harten Kapitalzuschlags für weitere wesentliche Risiken auf den relativen Anteilen dieser Risiken zum Gesamtrisiko zurückgreifen musste, um die methodischen Unterschiede in der Risikomessung abzuschwächen. Die Aufsicht legt dabei die Risikoarten fest, die nach ihrer Auffassung noch nicht in der Säule 1 berücksichtigt wurden. Hier spiegelt sich der Risk-by-risk-Ansatz wider, bei dem die Risikowerte der Säulen 1 und 2 miteinander verglichen werden. Überhänge in der Säule 2 werden im relativen Anteil mit berücksichtigt.
Dies führte jedoch bei den Marktpreisrisiken zu unterschiedlichen Vorgehensweisen. Entscheidend ist dabei, dass entsprechend der SREP-Systematik die Zinsänderungsrisiken separiert werden, dies allerdings in der Risikomessung nicht immer erfolgt. Unter Berücksichtigung weiterer Risikoprofilnoten erfolgt die Zuweisung eines Zuschlagssatzes.
Neben den harten Kapitalanforderungen sieht das nationale SREP-Konzept auch eine Eigenmittelzielkennziffer vor, die aus den Ergebnissen der Niedrigzinsumfrage 2015 abgeleitet wurde. Für die ausstehenden Bescheide wird die Aufsicht im laufenden Jahr diese Umfrage erneuern.
Der DSGV hat ein Fact-Sheet veröffentlicht, das von den Erfahrungen betroffener Sparkassen berichtet, die SREP-Vorgehensweise beschreibt, aber auch Anhaltspunkte für eine Stellungnahme nennt. Auch wenn die Aufsicht eher selten auf Stellungnahmen eingeht, so wird es sich für Sparkassen lohnen, die eigenen Bescheidentwürfe zu überprüfen.
Darüber hinaus wurde über die Einordnung der neuen Kapitalsollquoten in die Risikotragfähigkeit und Kapitalplanung diskutiert. Aufgrund der methodischen Probleme bei den Wechselwirkungen zwischen Risikotragfähigkeit und der SREP-Methodik führt der DSGV gemeinsam mit den DK-Verbänden Gespräche mit der Aufsicht über zukünftige Risikotragfähigkeitskonzepte. In einem ersten Schritt soll der Lösungsraum abgesteckt werden. Ab Mitte 2017 sollen neue Leitlinien konsultiert werden.
Anzeige
 Druck-PDF herunterladen

Kommentare zum Artikel (0)