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13. Februar 2018 - 15:13Eigene Immobilien

Zusammenrücken schafft Raum für Rendite

von Silvia Besner

Die Sparkasse Bodensee zentralisiert Stab und Marktfolge. Frei werdende Gebäudeflächen in Konstanz und Friedrichshafen sollen an ein Hotel, Gastronomie und Handel vermietet werden. Die Umbauten kosten 30 Millionen Euro – eine Investition, die sich lohnen soll.

Die Sparkasse Bodensee hat zwei Hauptstellen. Die Zentrale in Konstanz ist seit 1997 im repräsentativen Gebäude der ehemaligen Oberpostdirektion untergebracht. 1891 erbaut, steht das Haus in Hafennähe heute unter Denkmalschutz. (Sparkasse)
Anfang der Nullerjahre haben sich drei Häuser aus Friedrichshafen, Überlingen und Konstanz zur Sparkasse Bodensee zusammengeschlossen. Seither schmiegt sich das Geschäftsgebiet des Instituts von zwei Seiten ans Seeufer. In den beiden Hauptsitzen in Friedrichshafen und Konstanz
Die Rückseite der Schaufassade ist, typisch für Bauten der Gründerzeit, schlicht und nüchtern. Gut zwei Drittel des Eckbaus sollen jetzt an ein Hotel, Handel und Gastronomie vermietet werden. (Sparkasse)
sind neben Kundenberatern bislang auch Mitarbeiter aus Marktfolge und Stab ansässig. Trifft man sich zu Besprechungen, nimmt ein Teil des Teams die Fähre über den See. Das mag mit Aussicht auf die Alpenkette belohnt werden, erschwert aber die Arbeitsprozesse. Deshalb zieht die Sparkasse Stab und Marktfolge jetzt am Standort in Friedrichshafen zusammen. 80 Mitarbeiter ziehen von Konstanz auf die andere Seeseite. Das schafft Platz in der Konstanzer Hauptstelle, einem denkmalgeschützten Gebäude in Hafennähe mit der Adresse Marktstätte 1. 1891 als Sitz für die Oberpostdirektion erbaut und repräsentativ mit Figuren, Giebeln und Türmchen geschmückt, wurde das große Eckhaus 1997 von der Sparkasse Konstanz erworben und umfangreich saniert. 20 Jahre später hat sich das Bankenwesen radikal verändert. Der Computer hat Arbeiten automatisiert, das Onlinebanking den Weg zum Kreditinstitut verkürzt. Die Büros wurden leerer.
Jetzt hat die Sparkasse beschlossen, sich auf das erste Stockwerk und einen Teil des Erdgeschosses zurückzuziehen. Die oberen Geschosse sollen dagegen an ein Hotel, Flächen im Parterre an Handel und Gastronomie vermietet werden. Mit ersten Interessenten stehe man bereits in Verhandlung, so Pressesprecher Wolfgang Aich. 20 Millionen Euro will man in den Umbau des Gebäudes investieren. Geplant ist, im Jahr 2020 mit den neuen Nachbarn unter einem Dach vereint zu sein.
Ein Verkauf der überzähligen Fläche stand nicht zur Debatte: Auf der einen Seite gestalteten sich Entscheidungen in einer Eigentümergemeinschaft oft schwierig, so Aich. Auf der anderen Seite verspreche die 1a-Lage im touristischen Zentrum von Konstanz eine gute Rendite. Es gehe darum, die hochwertige Fläche für die Sparkasse wirtschaftlich interessanter zu nutzen, als dies bei einer Belegung mit eigenen internen Bereichen der Fall ist, so schreibt es die Sparkasse in ihrer Pressemitteilung. Wie bisher werden künftig 70 Marktmitarbeiter am Konstanzer Hauptsitz – in modernisierten und energieeffizienten Räumlichkeiten – Kunden betreuen; auch ein Vorstandsmitglied wird dort seinen Dienstsitz haben.
Die Hauptstelle in Friedrichshafen: Hier werden künftig alle Mitarbeiter der Verwaltung angesiedelt sein. (Sparkasse)
70 Marktmitarbeiter sind auch in der Hauptstelle in Friedrichshafen eingesetzt. Auch hier soll der Kundenbereich architektonisch auf den aktuellsten Stand gebracht werden. Zudem werden hier künftig alle 310 Mitarbeiter aus Marktfolge und Stab an einem Ort zusammenarbeiten. Dafür wird man schon "etwas zusammenrücken" müssen, sagt Aich. Die hohe Decke der Friedrichshafener Kundenhalle, die sich bisher über mehrere
Trotzdem werden 2700 der insgesamt 12 700 Quadratmeter an Fläche frei, die an Handel, Gastronomie und Gewerbe verpachtet werden. Dadurch erhofft sich auch die Kommune eine Belebung der "Nordstadt", die durch die Bahntrasse vom Seeufer getrennt ist. (Sparkasse)
Stockwerke erstreckt, soll abgehängt werden. Statt bisher zwei werden drei oder vier Leute in einem Zimmer arbeiten, auch über Großraumbüros werde nachgedacht. Entzerrt wird die Situation durch Möglichkeiten zum Homeoffice. Bereits heute nutzen rund zehn Prozent der Belegschaft das Angebot, weitgehend zu Hause zu arbeiten und nur an ein oder zwei Tagen pro Woche in die Hauptstelle Friedrichshafen pendeln zu müssen. Doch trotz der größeren Verwaltungseinheit wird auch am Hauptsitz in Friedrichshafen mit einem Flächenüberhang gerechnet, der an Handel und Gastronomie vermietet werden soll. Auch hier gebe es bereits Nachfragen von Interessenten, obwohl das Gebäude – anders als in Konstanz – nicht ganz im Herzen der Stadt liegt, sondern durch die Bahntrasse von der Seepromenade abgetrennt ist. Zehn Millionen Euro werden investiert.
Und auch an einem dritten Standort, in der Großen Kreisstadt Überlingen, überlegt man, überzählige Flächen zu vermieten. Eine Geschäftsstelle könnte sich ins Erdgeschoss zurückziehen und zwei Stockwerke für Büros oder Wohnungen freigeben. Auf einem Parkplatz könnte ein neues Wohngebäude mit bis zu elf Einheiten entstehen. Dieses Vorhaben ist aber noch nicht abschließend geklärt.
Der Umbau der zwei Zentralen ist nicht Startschuss für einen generellen Umbau der Sparkasse Bodensee. Das Filialnetz hat man bereits 2014 gestrafft. Der sozialverträgliche Abbau von 82 (von insgeamt 627) Stellen, der vor zwei Jahren angekündigt wurde, sei so gut wie abgeschlossen.
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